Bund gegen Anpassung



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16.04.2004



Rektor Daniel Bancel will Holocaustleugnung erzwingen

Nicht nur Hitler und Philipp II. von Habsburg ließen alle Juden ihres Zugriffsbereichs vollständig umbringen – wenn sie nicht rechtzeitig ausreisen konnten, versteht sich –, sondern auch der Religionsstifter Mohammed. Natürlich wurden in den Kolonialkriegen der Römer auch viele Juden getötet – aber nur, weil sie souverän bleiben wollten, niemals wegen ihrer Religionszugehörigkeit oder derjenigen ihrer Vorfahren. Damit machte – nach den christlichen Pogromen besonders von Alexandria, die aber niemals dem Prinzip der Vollständigkeit folgten – erst der berühmte arabische Religionsstifter den historischen Anfang, nämlich zuerst mit den Juden von Quraizah, dann mit allen, die er erwischen konnte. Der Grund war in allen drei Fällen der gleiche: die wirkliche und die erwartbare Resistenz gefestigter religiöser Minderheiten gegen Anpassung und Gleichschaltung, besonders, wenn diese gerade erst ansteht.
     Das gehört zum Allgemeinwissen, zur historischen Grundbildung. Dazu muß man es aber auch erfahren können, nämlich von dort, wo es hingehört: aus der Schule. Einigen moslemischen Eltern gefiel diese – von keinem noch so gläubigen islamischen Historiker jemals bestrittene – historische Wahrheit nicht, und ihnen zu Gefallen ergriff Rektor Daniel Bancel Disziplinarmaßnahmen gegen den Lehrer Louis Chagnon (der am Georges-Pompidou-Collège in Courbevoie Geschichte unterrichtete), um ihn an der Erfüllung seiner Pflicht als Geschichtslehrer zu hindern und die Frühform des Holocaust durch Verschweigen zu decken – obwohl gerade moslemisch geborene Kinder sich mit diesen wichtigen Tatsachen auseinandersetzen müßten, nicht anders als katholisch geborene mit der Inquisition oder deutsche Kinder mit den Hitler'schen Exzessen des deutschen Nationalismus. Aber einige Holocaustleugner sollen gleicher sein als die anderen – pfui Teufel!

Auch der ‚Figaro' meldete das schändliche Verhalten des Rektors Bancel (Le Figaro, 6.2.2004):


Ist es erlaubt, in der Schule über den Islam zu sprechen?

von Louis Chagnon

Louis Chagnon, 49 Jahre alt, Geschichts- und Geographielehrer mit Zulassung für den Unterricht an weiterführenden Schulen, ist vom Mrap (Mouvement contre le Racisme et pour l'Amitié entre les peubles = Bewegung gegen Rassismus und für Völkerfreundschaft) und der Ligue des droits de l'homme (Menschenrechtsliga) verklagt worden, weil er seinen Schülern der 5. Klasse des Georges-Pompidou-Collège von Courbevoie (Hauts de Seine) anläßlich einer Unterrichtsstunde über die Geschichte des Islam erzählt hat, daß in einem bestimmten Zeitabschnitt seines Lebens "Mohammed sich in einen Dieb und Mörder verwandelt". Ein Schulrat hat diese Äußerungen als "rassistisch" verurteilt. Der Lehrer wurde vor kurzem vor einen Disziplinarausschuß gestellt, der ihm eine Rüge erteilte. Nach Aufdeckung dieser Affäre gingen bei Le Figaro zahlreiche Unterstützungsbriefe an Monsieur Chagnon ein, insbesondere von Lehrern. Außerdem wurde ein Unterstützungskomitee im Internet eingerichtet (www.laic.info), welches den Laizismus in der Schule verteidigen will.

Mein Unterricht als Geschichts- und Geographielehrer über die moslemische Gesellschaft hat einen "Proteststurm" von – sieben Personen hervorgerufen. Diese militante Kleinstminderheit hat mich des "antimoslemischen Rassismus" angeklagt und den Mrap und die Ligue des droits de l'homme angerufen, die heute vor Gericht gegen mich klagen.
     Die Tatsache, daß mein schlichter Unterricht in der 5. Klasse solche Reaktionen hervorrufen konnte, beweist, daß er ein empfindliches Thema aufgeworfen hat: wie behandelt man in einer laizistischen Einrichtung die moslemische Gesellschaft im Rahmen einer geschichtlichen Darlegung? Der Geschichtslehrer, der durch die Lehrpläne gezwungen ist, über die moslemische Gesellschaft zu unterrichten, steht vor einem Dilemma: soll er die historischen Tatsachen seinen Schülern vorenthalten mit dem Vorwand, die moslemische Religion zu respektieren, oder soll er die historische Wahrheit respektieren mit dem Risiko, religiöse Überzeugungen zu verletzen? Ich meinerseits bin der Auffassung, daß der Respekt mit der historischen Wahrheit beginnt, selbst wenn diese unangenehm sein kann.
     Noch vor wenigen Jahren konnte der Lehrer die kritische Gesinnung seiner Schüler gegenüber dem Islam wecken, allerdings, das ist richtig, bezüglich eines einzigen Themas, nämlich die Situation der Frau. In den pädagogischen Blättern des CRDP (Centre régional de documents pédagogiques) der Académie de Lyon wurden Passagen aus dem Koran zitiert, die sich auf dieses Thema beziehen: Sure IV, Vers 38: "Die Männer sind den Frauen überstellt (...). Die tugendhaften Frauen sind gehorsam und unterworfen (...), ihr sollt diejenigen tadeln, von denen ihr Ungehorsam befürchtet (...), ihr sollt sie schlagen (...)" (1).
     Heute ist die Situation der Frau in der Schublade verschwunden, Sie hätten große Mühe, einen Auszug aus dem Koran zu finden, der in den pädagogischen Blättern des CRDP oder im Lehrbuch des Collège Erwähnung finden würde. (2)
     In diesem Lehrbuch finden Sie keinen einzigen Hinweis auf die Plünderungen der Karawanen von Mekka, auf das Massaker an den Juden des Stammes der Quraizah oder auf die Koranverse über die Christen. Die einzigen zitierten Verse sind speziell ausgewählt, um jeglichen kritischen Gesichtspunkt zu vermeiden. Es ist hier einfach unvorstellbar, die Moslems als Anhänger der Sklaverei vorzuführen, obwohl es eine historische Tatsache ist. "Schuld" an der Sklaverei scheinen nur die Abendländer zu haben. (3)
     Die einzige Darstellung moslemischer Krieger in diesem Lehrbuch klammert jegliche Gewalt aus, diese kämpfen nicht, sondern schwingen Banner und spielen Trompete. Es gibt wohl einen Text von Tabary über die Schlacht von Qadisiyya 637 zwischen Persern und Moslems, aber dieser handelt vorwiegend von den Kampfelefanten der Perser. Überdies lautet eine der beiden den Schülern gestellten Fragen: "Wie gelingt es den Arabern, die Elefanten zur Flucht zu treiben?" Fazit: die Schüler behalten, daß die moslemischen Krieger Trompete gespielt und die Elefanten besiegt haben! In der Tat, dieses Lehrbuch ist von einer verblüffenden Harmlosigkeit dem Thema gegenüber und hört auf, der historischen Realität zu entsprechen. Die Darstellung des moslemischen Reiches wird vollkommen verfälscht. Wenn das Lehrbuch an die Existenz des "Protegé"-Status der Christen und Juden erinnert, die gegen Zahlung einer Steuer ihre Religion behalten konnten, wird der Schüler weder wissen, daß diese Steuer von öffentlichen Demütigungen begleitet sein konnte, noch, daß Sklaverei oder Tod die Strafe für die Verweigerung der Zahlung war. Der Schluß des Absatzes ist ungeheuerlich: "Das arabische Reich wird so zu einem moslemischen Reich, wo die Unterschiede zwischen Siegern und Besiegten in der Einheit des gleichen Glaubens verschwinden." Wenn man dem Lehrbuch hierin Glauben schenkte, wären alle Christen und Juden Moslems geworden.
     Der christliche Westen hingegen wird in dem Lehrbuch in anderer Weise präsentiert: die Darstellung der christlichen Ritter der Rekonquista ist sehr viel weniger pazifistisch, sie kämpfen, ein moslemischer Krieger wird gar von einer Lanze getötet. Was die Kreuzzüge betrifft, wird der Gipfel erreicht: "Sie haben bei den Moslems das Bild eines aggressiven Westens geprägt", heißt es. Weil die arabisch-moslemische Eroberung niemals aggressiven Charakter hatte? Sicher, denn die moslemischen Krieger waren Elefanten jagende Musikliebhaber! Die Geschichte wird zur Farce!
     Verschweigt das Lehrbuch das Massaker der Bartholomäusnacht? Selbstverständlich nicht, die Kollegschüler haben sogar Anspruch auf eine Radierung, die dieses Ereignis darstellt, also die Ermordung von Männern, Frauen und Kindern durch die Katholiken zeigt. Das schockiert niemanden, und kein Vater und keine Mutter schreit etwas von antikatholischem Rassismus. Die Darstellungen der Gewalt betreffen also nur die westliche Welt.
     Damit sind wir bei einem vollkommen schwarzweißmalenden und falschen Geschichtsbild angelangt: das Positive ist ein Produkt der außereuropäischen Kulturen, das Negative immer ein Produkt des Westens. Ist das also kritische Gesinnung? Soll man so die zukünftigen Bürger ausbilden? Sollen die Lehrer den Schülern die Verachtung der Kultur eintrichtern, welche die Demokratie erfunden hat? Ich für mein Teil bekenne mich stolz, der westlichen Kultur anzugehören, in der die bürgerlichen Grundrechte entstanden sind, und man möge nicht von mir erwarten, die Verachtung gegenüber diesem großen kulturellen Erbe und seinen Werten zu vermitteln. Diese Werte werden im übrigen nur noch als "angeblich" universell angesehen, siehe in >4. (Klasse) Geschichte, Geographie, Sozialkunde, Hilfe zur Umsetzung der Lehrpläne< des Centre régional de documentation pédagogique de l'Académie de Versailles.
     Die Gewalt ist Bestandteil der Geschichte des moslemischen Reiches, der Islam ist in der Gewalt entstanden, das ist eine historische Tatsache; sie zu leugnen, bewirkt nichts als eine Ermutigung des radikalsten Islamismus, da nun einmal eine kritische Gesinnung per Definition eine Garantie gegen Exzesse ist. Die Kritik muß auf den Islam wie auf jede andere Religion oder jedes andere historische Ereignis angewendet werden. Mohammed muß ein Studienobjekt wie alle anderen sein. Die religiöse Gemeinschaftsideologie (communautarisme) darf ihre Lesart der Geschichte nicht aufzwingen.
     Das "politisch Korrekte", unvereinbar mit der Berufsethik des Historikers, muß aus den Schulbüchern verbannt werden, man muß die Dinge bei ihrem Namen nennen (eine Plünderung ist ein Raub und ein Massaker ist ein Verbrechen), dies ist die erste Voraussetzung für einen Unterricht, der diesen Namen verdient. Der Geschichtslehrer ist dazu da, die historische Realität zu vermitteln, so unbequem sie auch sein möge. Der Lehrer muß frei sein in seinen Äußerungen, ohne jegliche politische oder religiöse Bevormundung, was außerdem in den Gesetzestexten steht. Keinerlei religiöse Zensur ist gerechtfertigt, welches auch immer die religiöse Konfession der Schüler ist, die ein Lehrer in einer laizistischen Schule im übrigen gar nicht zu kennen braucht. Ein Geschichtslehrer ist kein Lehrer für Mythen oder Märchen, er darf noch viel weniger im Dienste eines religiösen Glaubensbekenntnisses stehen.
     Leider entspricht dies nicht der Realität. Mein Fall zeigt klar, daß der Lehrer zukünftig unter politisch-religiöser Bewachung steht. Muß der Lehrer sich bei Erteilung seines Unterrichts jedes Mal fragen, ob dieser oder jener Satz ihn nicht vor das Strafgericht bringen wird? Meine Französisch-Kollegen müssen Schweißausbrüche bekommen, wenn sie ihre Schüler Le Cid studieren lassen, und meine Italienisch-Kollegen werden es nicht riskieren, Dantes Hölle durchzunehmen, wo Mohammed mit aufgeschlitztem Bauch beschrieben wird. Ganz zu schweigen von Mohammed oder der Fanatismus von Voltaire ...
     Es ist unerläßlich, daß die Lehrer vor juristischen Verfolgungen geschützt werden, was den Inhalt ihres Unterrichts angeht, pädagogische Probleme müssen innerhalb des Schulwesens und nicht vor Gericht geregelt werden, es sei denn, man möchte die Lehramtskandidaten vergraulen.
     Bürgerrecht und moslemische Religion können nur verstanden werden, wenn man Geistliches und Weltliches trennt, historische Tatsachen über Mohammed oder die moslemische Gesellschaft zu berichten, hat nichts mit irgendeinem Werturteil über die geistliche Lehre des Islam zu tun. Für seine Geschichte geradezustehen und die Kritik an seiner Religion zu akzeptieren, sind Bestandteil der Lebensregeln in einer Demokratie. Eine Gesellschaft, welche die Diskussion durch Gerichte ersetzt, ist eine kranke Gesellschaft. Der religiöse Glaube muß in der Privatsphäre bleiben und darf keine politische Waffe oder ein Druckmittel sein. Man muß wohl oder übel feststellen, daß die Demokratie in Frankreich ernsthaft in Gefahr ist: daß ein bürgerlicher Lehrer vor Gericht gezerrt werden kann, weil er über Tatsachen und über Handlungen einer vor vierzehnhundert Jahren verstorbenen Person berichtet hat, beweist dies zur Genüge.
     Die Botschaft in Richtung des gesamten Lehrkörpers ist klar: dies ist eine Warnung, und derjenige, der sich nicht in den Rahmen des "politisch Korrekten" fügt, wird das gleiche Schicksal erleiden. Dieses hat einen Namen: intellektueller Terrorismus.

(1) Le Coran, Éditions Garnier-Flammarion.
(2) Bordas, Histoire-géographie 5e, édition 1997.
(3) Les ouvrages de Jacques Heers, Les Barbaresques, et les Négries en terres d'Islam, (Perrin).


Auch der für seine Zurückhaltung bekannte Bund der französischen »Libres Penseurs« ließ es sich nicht nehmen, dem französischen Präsidenten einen langen Protestbrief in dieser Angelegenheit zu schreiben, der im Internet nachgelesen werden kann (http://www.librepenseefrance.org).

Wir fordern Sie auf: Lassen Sie gerade jetzt, wo die EU-Verfassung unseren ehemals aufgeklärten Kontinent auf der Schiene De Gaulle-Adenauer wieder den Pfaffen ausliefern will, die historische Wahrheit keine Beute einer islamisch-päpstlichen Allianz werden! Die religiösen Fanatiker und Machtmenschen beobachten sehr genau, was das Volk schluckt (erst nach Testläufen in Europa begann die Fatwa gegen Rushdie, unabhängig von dessen politischem Standort oder dem literarischen Wert seines Werkes). Darum: fordern Sie – in höflichen Briefen an den Staatspräsidenten oder den Kultusminister – die Entlassung des Rektors Bancel, welcher die Verschweigung des ersten geschichtlich belegten Holocausts an den Juden erzwingen will:

Au Président de la République
Monsieur Jacques Chirac
Palais de l'Elysée
55, rue du faubourg Saint-Honoré
F-75008 Paris
Au Ministre de l'Education nationale
Monsieur François Fillon
110 rue de Grenelle
F-75357 Paris cedex 07


P.S. Eine Ausrede könnte kommen: Mohammeds Holocaust führt nur ähnliche biblische Aktionen fort, die in nichts geringerem als der Thora gerühmt werden. Aber: diese »ethnischen Säuberungen« geschahen erstens ausschließlich im Rahmen von Eroberungskriegen, hatten also nichts mit der Religionszugehörigkeit zu tun, zweitens entsprachen sie dem allgemeinen Standard der damals rohen und völlig unaufgeklärten Menschheit, die von der griechischen, indischen, konfuzianischen usw. Philosophie und der antiken Naturwissenschaft noch nichts wissen konnte, daher auch nichts von einem Menschheitsgedanken. Zu Mohammeds Zeiten war dieser aber schon über 1000 Jahre alt, ganz ähnlich wie bei Philipp II. und Hitler – da war es ein grober Rückfall in die äußerste Finsternis, und ein religiöser, aufklärungsfeindlicher dazu. Die Entschuldigung, vor der höheren Zivilisation gelebt zu haben, haben diese drei finsteren Fanatiker also nicht.



V.i.S.d.P.: Bund gegen Anpassung, C. Müller, Postfach 254, D-79002 Freiburg,
Spendenkonto: Postgiroamt Karlsruhe, BLZ 660 100 75, Konto 186 435-758 (Bunte Liste; bitte ohne weitere Zusätze)


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