Bund gegen Anpassung
26.10.2002 KEIN KOLONIALKRIEG GEGEN DEN IRAK!
Die Vorbereitung des Kolonialkriegs der USA gegen den Irak ist ins Stocken geraten, weil einige Vasallenvölker murren und wenig Begeisterung zeigen; darauf müssen ihre Regierungen etwas Rücksicht nehmen, sogar die englische, und dadurch dauert die Massenmordvorbereitung etwas länger, als den Tätern recht ist – das irakische Öl ist das einzige, das sie noch nicht haben, und außerdem gilt es ein Exempel zu statuieren. Nirgendwo auf der Welt soll es ein Volk mehr wagen können, einer Regierung zu gehorchen, die nicht Uncle Sam´s Placet hat. Oder anders ausgedrückt: alle Völker der Welt sollen die Freiheit haben, sich eine Regierung zu wählen, die den USA paßt. Sonst keine, und darum soll der stolze Irak, der diese Obszönität ablehnt, vernichtet und anschließend besetzt werden.
Dabei sollen die US-Vasallen mitmachen – geteiltes Verbrechen ist halbes Verbrechen, und hinterher war´s gar keiner. Pfui Teufel! Allzuviel Rückgrat gegen den gierigen und allmächtigen Uncle Sam ist natürlich selbstmörderisch, das wollen wir darum auch nicht verlangen; aber unsere Truppen soll er für diesen schändlichen Zweck nicht wieder kriegen. Ihre Bluttaten soll die US-Regierung wenigstens alleine begehen, wenn wir sie schon nicht daran hindern können; wenigstens das geschichtliche Gedächtnis der Völker der Welt soll ihre ewige Schande zur Strafe enthalten, das ist das Minimum. Keine noch so geringe Unterstützung für den Kolonialkrieg der US-Regierung! Keine deutschen Soldaten, keine deutschen Gelder für Kolonialkriege! (Und auch keine anderen Soldaten und kein Geld aus Euroland!) Schande über die feigen, hochgerüsteten Aggressoren! PS: Ein Wörtlein zum »Antiamerikanismus«: Wir haben extrem viel gegen US-Amerikaner, die mit ihren Waffen einreisen. Das gilt freilich auch für alle anderen Nationen. Sie dürfen alle sogar ihre Nagelfeilen mitnehmen – da sind wir gar nicht so extremistisch wie ihre maßgeblichen Vertreter. Aber von der Knarre bis zur Interkontinentalrakete müssen sie ihren Dreck genauso zuhause lassen wie alle Araber (beispielsweise). Kurzum: wir haben nichts gegen US-Amerikaner, wenn sie als Touristen kommen oder anderweitig ihre Waffen und Erpressungen zuhause lassen. Wie alle anderen Nationen. PSS: Dieses Flugblatt hatten wir den organisierenden Superrevolutionären als Minimalkonsens angeboten. Sie wichen, sich windend wie ein Wurm an der Angel, jeder inhaltlichen Diskussion quasselig aus und spielten stattdessen »Parlament«. So erscheint es, vorzüglich und knapp wie es ist, auf einer schmäleren Basis als von uns beabsichtigt. |