Bund gegen Anpassung



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20.08.2005


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Kein Kopftuch – keine Nonnentracht!

Keine religiöse Indoktrination an staatlichen Kindergärten und Schulen !


Die Stadt Ebersbach ist unversehens ins Kreuzfeuer geraten: Der Vorstoß der Kindergärtnerin Nuray Ariöz, mit Kopftuch im städtischen Kindergarten zu erscheinen, soll gegen den erklärten Willen der Gemeindeverwaltung durch »Druck von oben« (der Städtetag »warnt« – dahinter steckt ein kluger Bischof, wenigstens !) durchgesetzt werden. In der allgemeinen Aufregung droht die Hauptsache unterzugehen: Vor lauter Kopftücher sieht man die Kreuze nicht mehr. Befassen wir uns also mit der Hauptsache.
    Wer heute 45 Jahre und älter ist, der kann sich noch gut an die früher häufigen, von katholischen Nonnen geführten Kindergärten erinnern, wo regelmäßig gebetet werden mußte, wo es Tadel, Tatzen, Demutspredigten, Schweigestrafen, Einsperren in die Dunkelkammer u.ä. für kleinste Vergehen, wie z.B. ein »zu lautes« Wort (= Hoffart), gab – das furchteinflößende Foto der Kopftuch-verhüllten Moslemin über dem ganzseitigen Propagandaartikel der ›Stuttgarter Zeitung‹ war gut geeignet, entsprechende Erinnerungen wieder wachzurufen: ob Tschador oder Kreuz, das ist für die Kleinen Jacke wie Hose, Bibel wie Koran, christliche Demut wie »bedingungslose Unterwerfung« (= Islam).
    Es kann also nicht darum gehen, ob eine Nonne in ihrer Jugendzeit ein Bekehrungserlebnis hatte und nun ihr dürftiges Leben der Keuschheit weiht, und ebenso soll es eine Privatangelegenheit von Frau Ariöz bleiben, wenn sie aufgrund der Leukämieerkrankung eines ihrer Kinder den Schleier nimmt, wie die ›Stuttgarter Zeitung‹ tränenreich und breit auswalzte. In beiden Fällen gilt: daraus läßt sich kein Recht auf Indoktrination ableiten. Mag die Nonne keusch sein und Frau Ariöz sich bedeckt halten – das ist kein Grund, die Kinder in staatlichen Schulen und Kindergärten dem ungehinderten Zugriff von Gepfaff und Geschleier preiszugeben. Frau Ariöz mag sich glücklich schätzen, daß die moderne Medizin ihr Kind gerettet hat – das aber hat mit Wissenschaft und Vernunft zu tun und berechtigt niemanden, die Mär vom allmächtigen Allah/Jehova in weiche Kinderhirne zu drücken. Die Kinder sollen nützliche Dinge lernen – nur dafür zahlen wir Steuern, und zwar nicht zu knapp.
    Damit sind wir auf der gesellschaftlichen Ebene angelangt; nur diese sollte für den erwachsen gewordenen Menschen bzw. den vielbeschworenen »mündigen Bürger« von Interesse sein. Und hier gilt für Deutschland, daß die christlichen Großkirchen bis heute vom Hitlerkonkordat mit dem Vatikan von 1933 profitieren, das als einziges Vertragswerk Hitlers bis heute uneingeschränkt Geltung besitzt. Die Folge: Neben jährlichen Einnahmen von 28 Milliarden Euro (!) und einem ganzen Sack von Sonderzuwendungen und Steuervergünstigungen besetzen die christlichen Kirchen alle Schaltstellen der Massenlenkung und -beeinflussung, von den Kindergärten (Subsidiaritätsprinzip) über Schulen und Universitäten bis zu Zeitungen und Glotze. Da die Kirchen den Kropf nie voll genug bekommen können, kommt es ihnen ganz gelegen, wenn sie im Windschatten islamischer Eiferer ihren ohnehin ungeheuren Suggestionsapparat noch weiter ausbauen können. Nur in dieser Hinsicht ist der Fall der Kindergärtnerin Ariöz von Interesse. Zur Erinnerung: 1997 wurde ganz in der Nähe von Ebersbach die Afghanin Fereshta Ludin von islamisch-christlichen Hintermännern vorgeschickt, um die religiös motivierte Kopfverhüllung als Lehrerin an einer staatlichen Schule durchzupeitschen. Wir verteilten vor Ort damals ein Flugblatt und zeigten auf, daß Frau Ludin keineswegs aus persönlichen Motiven handelte, sondern von islamischen (sie ist die Tochter des ehemaligen afghanischen Botschafters in Bonn) und christlichen (der Direktor der Schule war zugleich bekennender Katholik und Referatsleiter »Schule und Kirchen« beim Verband Bildung und Erziehung), mit der Landesregierung verfilzten Autoritäten vorgeschickt war (und im weiteren Verlauf die teure juristische Auseinandersetzung bezahlt bekam). Auch die baden-württembergische Kultusministerin Schavan, selbst hochrangige katholische Funktionärin, zeigte sich damals noch hocherfreut darüber, daß die islamischen Vorturner der Catholica die religiöse Indoktrination an deutschen Schulen wieder auf die Tagesordnung setzten.
    Wie die Geschichte weiterging, ist bekannt: Frau Ludin ist aufgrund öffentlicher, von uns angestoßener Proteste heute nicht, wie von Landesregierung, christlichen und islamischen Organisationen vorgesehen, mit Kopftuch Lehrerin im Staatsdienst neben vielen weiteren Kopftuchlehrerinnen, sondern muß in einer kleinen islamischen Privatschule in Berlin herumdümpeln. Nach jahrelangem juristischen Pingpong wurde außerdem ein baden-württembergisches Schulgesetz beschlossen, welches dem Gleichheitsgebot des Grundgesetzes widerspricht (Art. 3 (3); aber auf die Verfassung wird in der BRD seit den Berufsverboten des hl. Willy Brandt schon lange geschissen), indem es den christlichen Großkirchen Extrawürste einräumt, während die anderen Religionen leer ausgehen sollen. Diese Privilegierung der christlichen Kriegsgewinnler von Hitlers Gnaden ist obszön.
    Entweder gleiche Rechte für alle religiösen Bekenntnisse, d.h. Nonnentracht, Kopftuch, Scientologen-Kreuz (ja, richtig gelesen !), Alevitenschwert, Dharma-Chakra, rote Sanyassintracht und Mala, Sikh-Turban und was es da alles gibt, – oder, viel besser: nichts von alledem, sondern:

Frische Luft für Kinderköpfe – Religionskunde statt religiöse Behämmerung !
Kein Kopftuch – keine Nonnentracht !
Keine religiöse Indoktrination an staatlichen Kindergärten und Schulen,
egal durch welche Religion !


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Der polnische Papst
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