Bund gegen Anpassung
04.03.2006
Schröders Raubstaat lebt -
die Verelendung kriecht voran
Mag sein, daß demnächst die Amis auch in den Iran einmarschieren: aber Eure Rente ist weg. Jedenfalls weitgehend (Stichwort: 67). Laßt Euch davon nicht ablenken, auch nicht durch den jeweils nächsten Kolonialkrieg.
Rente, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung gar: Eure Urgroßväter und Ururgroßväter, soweit sie Arbeiter waren, haben sie Bismarck abgepreßt, das war weder leicht noch angenehm, viele wurden dabei getötet, noch mehr in Gefängnisse geworfen, aber zunächst hat es sich gelohnt. Ihr selbst und Eure Eltern habt sie verschludert jetzt ist das alles weg, verfälscht, verdreht, verludert, Ihr seht wenig davon, werdet aber verhöhnt von den Ämtern, geschurigelt von den Behörden die erhöhen ihre Preise gern und hemmungslos, Ihr Eure Gehälter nicht mehr! (Wir haben wohl alle schon lange nichts mehr von der ominösen »Lohn-Preis-Spirale« gehört, von der Lehrer und Presse lange Zeit so fleißig-wichtigtuerisch tönten, oder?!)
Nun, ganz Unrecht geschieht Euch dabei nicht: ist es nicht der gerechte Lohn für Eure Wählertreue?! Obwohl SPD und CDU problemlos verschmolzen sind und schon sehr lange nur eine arbeitsteilige Einheit bilden, in der die Deppen aller Bundesländer dann nach »kleineren Übeln« suchen sollen, war und ist es Euch ein Ach und Weh, außerhalb des Kartells (= alle bisherigen Koalitionspartner) zu wählen. Wenn das eine gute Idee ist, nur weil die Presse gegen jede echte Opposition hetzt, weiter so! Denn der Entzug der Renten (nochmal: Stichzahl 67) bei drastischer Verkürzung der Lebenserwartung durch die Zerstörung der vormals guten ärztlichen Versorgung geht unaufhaltsam weiter, wie er es seit Vernichtung der Sowjetunion nun einmal tut, und er wird erst aufhören, wenn ukraοnisches oder westafrikanisches Niveau erreicht ist. Ihr erlebt das schon seit langem, Ihr erlebt auch noch den Rest, wenn kein »sozialverträgliches Frühableben« dazwischenkommt, aber brav den Metzgersclub wählen, das schaffen unter Presse- und Glotze-Anleitung die Kälber bis zum Ende. Und dann kommen neue Kälber.
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Der Sozialstaat hat bestanden, der Sozialstaat ist weg (oder pervertiert: wirkliche Parasiten ernährt er immer noch, gewöhnliche Arbeitslose schikaniert er aber, den Rest plündert er aus, und Staat und Banken mästen sich weiter, einfach nachrechnen! Denn ein sehr großer Teil Eurer Steuern geht an die Banken, aufgrund willig eingegangener Staatsschuld, während die Banken selbst im Gegenzug zu fiskalischen Aufsichtsorganen mutiert sind, nix Bankgeheimnis!
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Ein solches wäre ja auch schierer Terrorismus, Faschismus usw., die Presse macht das ausreichend klar. Aber historisch hat es immerhin einem erheblichen Teil der deutschen Juden das Leben gerettet, da zu ihrer Zeit die Schweiz sich daran hielt und so vielen jüdischen Kleinbürgern, die ein paar Reichsmark in der Schweiz deponiert hatten, den Entschluß zur Flucht erleichtert, bevor es zu spät war. Heute hätten sie Pech).
Nun gut, Ihr habt's gemerkt; wir halten nichts vom Gelump der Kartellparteien, die die Regierung untereinander austauschen, aber doch immer nur dasselbe beschließen und ihre historisch einmal vorhanden gewesenen Unterschiede seit Gründung der BRD (also 1948) nur noch als Theater für's dumme Volk vorspielen, mit Hilfe der Presse manchmal Ableger bilden, aber hinter Kulissen und parlamentarischen Rauchvorhängen oder Theaterdonnern in allem und jedem einig sind nämlich dem Abbau aller Errungenschaften einer besseren Zeit und der Auslieferung des Landes an die US-Konzerne und deren Regierung. Daß dabei ein anständiges Lebensniveau oder gar ein Rentnerberg (huch, die schreckliche »Altersgesellschaft«!) sehr stört, die es beide in den Ländern ohne historische Arbeiterbewegung oder dem militärisch erdrosselten ehemaligen Ostblock nicht gibt, müßte sehr leicht zu begreifen sein.
Nun raten wir keineswegs zum Widerstand gegen die USA, so wenig wie der Prophet Jeremias zum Widerstand gegen Babylon geraten hat: unter beliebigen Vorwänden würden alle, die auf ihrer staatlichen Freiheit bestehen, ausgehungert wie die Nordkoreaner oder getötet wie die auf dem Völkerrecht bestehenden Iraker. Wirklich, diesen Weg raten wir nicht an.
Aber erst recht nicht raten wir dazu, zum Raubstaat, zur Verelendung und zur Bevormundung Ja und Amen zu sagen. Laßt uns offen sprechen: Ihr seid an Eurem Elend nicht unschuldig, Ihr habt an den Errungenschaften Eurer Vorväter nur parasitiert, als Uncle Sam, bevor er seinen militärischen Gegner vernichten konnte, Euch um den Bart ging und Kreide fressen mußte, Ihr habt Euren Sozialstaat nicht einmal mit Bleistiften verteidigt, mit denen man in Wahlkabinen Kreuzchen macht, Ihr habt willig gefressen, was Presse und Glotze Euch vorsetzen. Das Ergebnis trifft uns alle, sonst würden wir uns nicht die erhebliche Mühe dieses Flugblattes machen. Aber Ungehorsam und Wille zum wenigstens intellektuellen Widerstand kann uns wiederum allen nützen.
Gut, die einzige echte überregionale Opposition unserer Zeit ist die sogenannte Rechte, und in ihrer Unvernunft, ihrem Familienkult und ihrer Undankbarkeit gegenüber der Arbeiterbewegung, erst recht ihrer nationalen Beschränktheit, ist sie ziemlich unsympathisch. Die sogenannte Linke dagegen hat sich aufgelöst, ihre Reste wurden aufgekauft und sind die lautesten Schreier für und die kritiklosesten Vorkämpfer des US-Imperialismus und der von ihm abhängigen Systeme (Großeigentum, Vasallenregierungen u.ä.) geworden. Es ist symbolisch, daß erst ein Joschka die US-amerikanischen Hormonkälber auf den deutschen Markt ließ, welche alle Vorgängerregierungen jahrzehntelang einmütig abgewehrt hatten. Es war eine der allerersten »grünen« Amtshandlungen schon vergessen?!
NICHT VERGESSEN heißt unser allererstes Programm. »Kommunikation ohne Schnüffler und Laberer« unser zweites. Bevor sich der Verstand gegen die gesellschaftliche Gleichschaltung gesammelt hat so fing auch trotz der allmächtigen Inquisition die Reformation und damit die Neuzeit an, was Folter und Leibeigenschaft allmählich untergrub , ist ein praktischer Widerstand sinnlos. Aber schon der geistige der jede nationale Grenze überspringen kann, eines Tages vielleicht sogar den Atlantik, hinein in die Köpfe des Herrenvolks, so wie Ghandi und Mao schließlich auch den Engländern Eindruck machten kann von der Verzweiflung und trüb-laschen Selbstverachtung zur Zurückgewinnung der eigenen Würde führen.
LERNT UNS ERST EINMAL KENNEN
und drückt Euch nicht vor verbaler Klarheit und notwendiger Selbstkritik. Wer seinen Kindern Scheiße erzählt, darf sich nicht beklagen, wenn die Presse mit ihm dasselbe macht. Aber wer uns sucht, kann uns finden.
www.Bund-gegen-Anpassung.com
Organ: KETZERBRIEFE [www.ahriman.com]
Probieren geht über kapitulieren!
Merke: Die Wölfe danken es nicht, wenn man mit ihnen heult, und wenn die Schweine Schlange stehen, lohnt es sich nicht, ein Schwein zu sein.
V.i.S.d.P.: Bund gegen Anpassung, C. Müller, Postfach 254, 79002 Freiburg,
Spendenkonto: Postgiroamt Karlsruhe, BLZ 660 100 75, Konto 186 435-758 (Bunte Liste; bitte ohne weitere Zusätze)
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