Bund gegen Anpassung
23.07.2005
Wieviel Geld braucht der liebe Gott?
Eigentlich müßten ihm ja Gebete genügen – Schallwellen für ein Phantom. Aber dafür hat's sein Bodenpersonal in sich; das kommt teuer, verdammt teuer, denn hier verhält es sich gerade entgegengesetzt zu Joh. 18,36: ihr Reich ist nur von dieser Welt. Obwohl der mythische Stifter des Christentums unmißverständlich gepredigt hatte, man solle keine Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen (Mt. 6,19), haben sich die beiden christlichen Großkirchen durch jahrhundertelangen Raub und Privilegien seitens der Herrschenden zum größten Kapitalunternehmen weltweit und zum teuersten Suggestionsapparat aller Zeiten gemausert. Längst könnten sie ihre Funktionäre von den Zinsen ihres ungeheuren Vermögens bezahlen, aber als Made im Steuerspeck wollen sie Geld, mehr Geld, und dafür müssen alle zahlen, ob Kirchenmitglied oder nicht, ob Moslem oder Atheist. Ihr Mehlgott, wie sich der französische Revolutionär Jacques-René Hébert ausdrückte (dem wir mehr als jedem anderen die authentischen Menschenrechte verdanken) ist für die Show, ihr eigentlicher Gott ist das Geld. In Deutschland, das gegenwärtig den Chef des Unternehmens stellt, befinden sich ungeachtet der zügig durchgepeitschten Massenverelendung immer noch die fettesten Kirchenpfründe – daran wird nicht gespart! ![]()
Das Gesamtvermögen der beiden christlichen Großkirchen in Deutschland beläuft sich auf rund 500 Milliarden Euro – mehr als den meisten Staaten der Welt zur Verfügung steht.
Größter Posten ist, wie zu den seligen Feudalzeiten, der Grundbesitz von 4500 Quadratkilometern mit Immobilien in bester Stadtlage (200 Milliarden Euro), nur zum allerkleinsten Teil Kultgebäude. Die Kirchen sind zusätzlich von Grundsteuer und Grunderwerbssteuer befreit.
Der deutsche Kirchenstaat wirft alljährlich 28 Milliarden Euro in den nimmersatten Kirchenrachen. Weniger als ein Drittel dieser gigantischen Summe besteht aus der Kirchensteuer der Mitglieder (8 Milliarden). Trotz allem Gegreine über die "verarmenden" Kirchen hat sich das Kirchensteueraufkommen in den drei Jahrzehnten bis zum Jahr 2000 verfünffacht.
20 Milliarden Euro sind Staatsgeschenke (staatlicher Einzug der Kirchensteuer, weltweit einmalig!, Verzicht auf Kapitalertragssteuer, Umsatzsteuer, Absetzbarkeit der Kirchensteuer usw.) sowie direkte Subventionen. Aber was da so alles subventioniert wird!
Alljährlich zahlt der Staat 500 Millionen Euro für uralte Rechtstitel wie für die Enteignungen während der napoleonischen Säkularisation 1803.
Der Staat – d.h. der Steuerzahler – zahlt die Gehälter der Kirchenfunktionäre und kommt für die Kosten des Kults auf – bis zum Weihrauch. Die Militärseelsorge ist ihm jährlich 26 Millionen Euro wert – auch in Afghanistan muß gebetet werden!
Die Pfarrerausbildung, der Religionsunterricht an den Schulen und die Konkordatslehrstühle werden zu 100% vom Staat bezahlt.
Die sogenannten sozialen Dienste, mit denen die Kirchen ganz samaritermäßig herumwedeln, werden zu 95% (und mehr) aus öffentlichen Geldern finanziert.
Das schändlichste Beispiel zum Schluß: Bis zum Januar 2005 hat der deutsche Staat Kirchensteuer von Arbeitslosen eingezogen, die keiner christlichen Großkirche angehören. Wir haben diese niederträchtige und verfassungswidrige Praxis am Beispiel eines Klägers publik gemacht (der "Fall Dr. Nittmann"; nähere Informationen unter www.bund-gegen-anpassung.com). Auch das sind Milliardenbeträge, zumal die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland keiner christlichen Kirche angehören, geraubt von den Erpreßbarsten. Die deutschen Medien haben über diesen Fall im übrigen eine eiserne Nachrichtensperre verhängt; daß diese Schandpraxis dennoch eingestellt wurde, ist ausschließlich mehreren tausend Protestschreiben aus dem Ausland, von den USA bis Japan, zu verdanken. Aber das verfassungswidrig geraubte Geld will der deutsche Kirchenstaat trotz fristgerechter Klagen nicht zurückgeben. Da die deutschen Gerichte bis zur höchsten Instanz, dem Bundesverfassungsgericht, diesem staatlich/klerikalen Raubzug, in Stil und Logik meist frech und zynisch die juristische Weihe gaben, wird nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg angerufen.
Das ist viel Holz – oder nicht? Man lasse einmal die Phantasie spielen, was mit diesen Milliarden an nützlichen und sinnvollen Dingen finanziert werden könnte. Wir haben da einige Vorschläge (die wichtigsten drei finden sich auf unserem Signet), und die sind allemal besser als die Zerschlagung Jugoslawiens mit den Milliarden des Vatikans oder Feldgottesdienste am Hindukusch. Sie sind allemal besser als die Mästung einer Organisation, die einen Großteil ihrer Privilegien dem Konkordat zwischen Hitler und dem Vatikan verdankt. Dieser Vertrag ist bis heute in Kraft – hier wäre eine echte Betätigungsmöglichkeit für aufrichtigen Antifaschismus!
BEUGT EUCH NICHT DEM PSYCHOTERROR –
TRETET AUS DER KIRCHE AUS! (Möglich an jedem Standesamt oder Verwaltungsgericht(!); war früher einmal kostenlos, lohnt sich aber auf jeden Fall – einfach nachrechnen! Die Gegenseite ist für Statistiken sehr empfänglich, und sie schätzt den Cent, mehr aber noch den Euro.)
SCHLUSS MIT DEN EXTRAWÜRSTEN FÜR DIE KIRCHE!
FÜRCHTET EUCH NICHT! Wir empfehlen außerdem: (Beziehbar über jede Buchhandlung oder über www.ahriman.com)
Lieber LESEN UND VERSTEH´N,
Als ein SCHAF der KIRCHE bleiben…
V.i.S.d.P.: Bund gegen Anpassung, C. Müller, Postfach 254, 79002 Freiburg,
Spendenkonto: Postgiroamt Karlsruhe, BLZ 660 100 75, Konto 186 435-758 (Bunte Liste; bitte ohne weitere Zusätze) |