Bund gegen Anpassung



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02.05.2007


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1848 – Frühling der Völker in Europa und erste Zirkel der Libre Pensée

2008 – 160jähriges Bestehen der Libre Pensée als Organisation


Im vergangenen Frühling hat das IRELP (Institut de Recherches et d´Etudes de la Libre Pensée) den folgenden Aufruf verbreitet:

»In das Jahr 2008 wird gleichzeitig der 160. Jahrestag der Revolution von 1848 und der der ersten Gründung von Zirkeln der Libre Pensée fallen.
     1848 bildet ein entscheidendes Jahr sowohl in der Geschichte Frankreichs als auch in der internationalen Geschichte, das u. a. durch das endgültige Verschwinden des französischen Königtums, die Abschaffung der Sklaverei und die Geltendmachung des Rechts auf Arbeit gekennzeichnet ist. In diesem Jahr kommt es überdies zu dem großen und blutigen Zusammenstoß zwischen den beiden Republiken, zwischen der ›Marianne‹ und der sozialen Republik, um Agulhons berühmte Definition aufzugreifen. 1848 ist zugleich das Jahr des Frühlings der Völker in Europa: Eine erste revolutionäre Welle durchrollt den Kontinent, die die gesellschaftliche Landschaft des ›Alten Kontinents‹ auf Dauer prägt.
     Es entstehen organisierte Formen, die neuen gedanklichen, politischen, sozialen und künstlerischen Strömungen Ausdruck geben. Das gilt insbesondere für die Libre Pensée. Das vom IRELP (Institut de Recherches et d´Etudes de la Libre Pensée) ausgerichtete internationale Kolloquium ›1848 – 2008‹ (Paris, Ostern 2008) soll drei Tage lang der Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen der Libre Pensée, den Revolutionen, insbesondere denen von 1848, und den internationalen, besonders europäischen Beziehungen und Themenbereichen gewidmet sein.
     Das Kolloquium soll ferner einer historischen Bestandsaufnahme der Libre Pensée von ihren Diskussionen und Erörterungen seit 1848 über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg bis zu ihren Perspektiven für das 21. Jahrhundert dienen.«

Seither sind verschiedene Schritte erfolgt und Antworten eingegangen, von denen zu erfahren die Leser von »La Raison« sich freuen werden. Denn wir haben aus allen Ländern und Bereichen ein positives Echo erhalten, so insbesondere von einer bedeutenden Zahl von Historikern, Universitätslehrern und Vertretern des Laizismus.
     Bereits jetzt wird deutlich, daß dieses internationale Kolloquium ohne Zweifel wesentliche Fortschritte in der Erkenntnissen über die Libre Pensée, den Laizismus und den Internationalismus erbringen wird.
     Es wurde ein wissenschaftlicher Rat gebildet, dem Anne Morelli (Belgien), Fred Whitehead (USA), Max Wallace (Australien), Babu Gogineni (Indien), Claude Jenet, Louis Hincker, Michel Vovelle, Henri Pena Ruiz und Françoise Brunel (Frankreich) sowie Jean-Marc Schiappa angehören, der als Präsident des IRELP die Koordination wahrnimmt.
     Die Fédération nationale de la Libre Pensée (Frankreich), die italienische Vereinigung Libero pensiero Giordano Bruno, der Bund gegen Anpassung (Deutschland) und die spanische Union der Atheisten und Freidenker haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Weitere Zusagen ausländischer Organisationen werden erwartet. Es ist eine erste Liste der Vortragenden und Beiträge erstellt worden; sie umfaßt Jean-Paul Scot, Anne Girollet, Jean-Louis Robert, Nicole Perron, Maurice Gelbard, Bruno Antonini, Jean Numa Ducange, Michèle Vincent, Paul Pasteur, Michel Eliard, Dominique Goussot, Jean-Jacques Marie, Philippe Besson, Pierre Roy und Christian Eyschen.
     Das Kolloquium wird an einer (noch zu bestimmenden) renommierten Versammlungsstätte in Paris von Samstag, den 22. März 2008, bis Montag, den 24. März 2008, stattfinden. Dem Kolloquium wird ein Bankett mit mehreren hundert Gästen am Abend des Freitags, den 21. März, vorangehen, mit dem des ersten im Jahr 1868 von Sainte-Beuve veranstalteten Banketts zum »vendredi dit saint« gedacht werden soll, mit dem die Tradition dieser Bankette begründet wurde, der die Libre Pensée seither treu geblieben ist.




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