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An Ministerpräsidenten Shri Atal Bihari Vajpayee South Block Raisina Hill New Delhi India 110011 Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, mit brennender Sorge betrachten wir, laïzistische Europäer und Feinde des Kolonialismus-Imperialismus, wie, offenbar in Reaktion und Überreaktion auf moslemische Angriffe auf hinduistische Staatsbürger und in Verachtung deren berechtigter Anliegen durch die örtliche Mehrheitsreligion, an verschiedenen Stellen des Landes, insbesondere im Gujarat, hinduistische Staatsbürger Milizen gebildet haben, die die Rechte der Selbstverteidigung weit überschritten haben sollen und, wie es heißt, moslemische Staatsbürger attackiert und sogar getötet haben sollen, welche ihnen nichts getan haben. So sehr wir die Empfindlichkeit der Bevölkerungsmehrheit eines Landes verstehen, das in seiner langen und leidvollen Geschichte ebenso sehr grausamen moslemischen Invasoren wie begehrlichen christlichen Kolonialisten ausgesetzt war und heute sowohl unter militärischen Aggressionen islamischerseits wie unter dem Seelenkauf kapitalstarker christlicher wie islamischer Religionsexpansionisten zu leiden hat, ebenso wenig können wir Übergriffen lokaler Hindu-Mehrheiten auf lokale islamische Minderheiten ohne Sorge und Empörung zuschauen, nicht nur, weil jeder und wirklich jeder Mensch vor religiösen Pogromisten ebenso wie vor imperialistischen Bombenteppichen und "Friedenstruppen" geschützt werden muß, sondern auch, weil derlei Vorkommnisse den säkularen Charakter des indischen Staates in Frage stellen, der ihm nach wie vor als seine beste Eigenschaft die Sympathie aller aufgeklärten und humanistisch gesonnenen Menschen der ganzen Welt einbringt, und weiter, weil sie imperialistische Einmischungen provozieren, wie wir sie seit der Kapitulation und Zerhackung der Sowjetunion jetzt schon in so zynischer Weise in so vielen Teilen der Welt hilflos mit ansehen mußten. Wir bitten daher die verantwortlichen Behörden der Indischen Union, den säkularen Charakter ihres Staates energisch zu verteidigen, die Gefahr imperialistischer Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten bzw. der Vernichtung und Zerhackung ihres Staates zu verkleinern und durch strenge Aufsicht dafür zu sorgen, daß hinduistische ebenso wie andere Milizen ihres Staates den Rahmen berechtigter Selbstverteidigung niemals überschreiten und angerichteten Schaden, soweit möglich, wiedergutmachen. Mit vorzüglicher Hochachtung Bund gegen Anpassung |