Bund gegen Anpassung



www.bund-gegen-anpassung.com
10.01.2003



Blitzmitteilung vom 10.1.2003:

Badische Zeitung wird wegen unterschlagenem Leserbrief nervös


Heute hatten wir ein Telefongespräch mit seltenem Partner: zuckersüß meldete sich die Badische Zeitung, weil wir gegen den von ihr gehätschelten »Linksruck« (die synthetische Pseudoopposition unserer Zeit) Verleumdungsanzeige gestellt hatten. Denn besagtes Gewächs unserer Steuergelder hatte frech und ohne Tatsachen-Grundlage uns Schwulenfeindlichkeit und die Forderung nach Zwangssterilisation statt Antibabypille exklusiv in der 3. Welt unterstellt. Und zwar in einem langen Hetz-Leserbrief in der Badischen Zeitung, von dessen Richtigstellung durch uns selbige natürlich keine Silbe abdruckte.
   Dabei wäre es auch geblieben, hätten wir die Schweinerei (und unseren unterdrückten Richtigstellungs-Leserbrief) nicht mit großen Kosten per Flugblatt dem Zensur-, Schweige- und Fälschungsabgrund entrissen. Und jetzt wurde die Badische Zeitung nervös, denn offenbar gab es Echos. Die mag sie nicht, denn derlei gefährdet DAS HÖCHSTE GUT der Herrschenden: den Glauben an den kommerziellen (»Sensationslüsternheit«) statt propagandistisch-parteilichen Charakter der Medien.

Hintergrund der Sache ist: trotz Pogromgefahr war es uns gelungen, die in der Absicht gefälschte »Linksruck«-&-Co. Demonstration »gegen« den geplanten Kolonialkrieg der USA – die in Kindskopfparolen und Dauerreden neben dem Thema ersaufen sollte – trotz erheblicher körperlicher Gefahr für uns zu einer echten zu machen (Schläger standen in Seitengassen schon parat, aber die Öffentlichkeit bot uns den bitter nötigen Schutz). So ging nur der zweite Teil des Plans der falschen Opposition auf; die Demonstration selber wurde echt, nämlich mit unserer der Retortenlinken so verhaßten, weil völlig ausreichenden Parole:

KEIN KOLONIALKRIEG GEGEN DEN IRAK!

Das anschließende endlose Zerquatschen konnten wir nicht verhindern, denn natürlich verhinderten unsere Superdemokraten jedes Rederecht der echten Opposition.

Immerhin aber war dank uns der erste Teil ihres Plans nicht aufgegangen, und das wurmte sie. Sofort sprang die Badische Zeitung in die Bresche und schrieb einen laut jauchzenden Jubelartikel über ihre großartigen Parolen, noch großartigeren Reden und zeigte ein Riesenbild nur mit »Linksruck«-Transparenten. Es war höchste Zeit, denn einen Tag zuvor hatte die Zeitung »Der Sonntag« schon ein Bild mit unserer Originalparole gebracht, die ja auch tatsächlich als einzige zum Anlaß paßte und deshalb auf alle neutralen Teilnehmer demonstrationsbeherrschend übergesprungen war. Wir stehen nach wie vor zu ihr – wer uns kennt, weiß: noch jahrhundertelang!! Das unterscheidet uns von den Nachwuchsjoschkas und ihren pro-imperialistischen Prügelfreunden.

Die Badische Zeitung schäumte, wie gesagt, denn es hatte dank unseres sehr teuren Einsatzes – Spendenkonto siehe unten!! – Risse im Lügen- und Propagandakartell gegeben. Wir erwarten daher einen Hetzartikel, der unser – sehr empfehlenswertes, wenn man es nur liest – AIDS-Buch mit Geschrill und Geschrei breittreten soll.

Warum? Es hat mit dem Kolonialkrieg gegen Hussein, den Vercingetorix unserer Zeit, doch gar nichts zu tun! – Eben. Denn wir haben ja gegen die »Linksruck«-Verantwortlichen Verleumdungsanzeige gestellt, u. a. weil sie uns, nun weiß Gott aus den Dreckfingern gesogen, Schwulenfeindschaft unterstellten (und nach wie vor gilt: wer uns auch nur eine Zeile gegen Homosexualität aus unseren hunderttausend veröffentlichten Seiten zeigen kann, kriegt 1.000 Euro! Dagegen empfehlen wir sehr unseren Artikel über Mühl und v. Praunheim, KETZERBRIEFE NR. 96!). Da wir aber für wirksame Maßnahmen gegen AIDS sind (von deren Erfolg übrigens Homo- wie Heterosexuelle gleichermaßen profitieren würden), AIDS aber in den meisten Köpfen irgendwie mit »schwul« assoziiert wird, vermuten wir, daß die Badische Zeitung demnächst diese Assoziationsbahn mit der ihr eigenen Suggeriererei vertiefen und die Hauptsache vernebeln wird – es soll ja niemand unbefangen über unsere Argumente und Forderungen nachdenken dürfen ...

ALSO AUFGEPAßT! IRGEND EIN DRECK KOMMT BESTIMMT ...

Und das Subversivste ist immer noch: Sachlichkeit, klarer Verstand und keine Angst vor Denken und Lesen. Nur so läuft die Hetze ins Leere – und kriegt die nötige, wohlverdiente Verachtung.



Spendenkonto: Postgiroamt Karlsruhe, BLZ 660 100 75
Konto 186 435-758 (Bunte Liste; bitte ohne weitere Zusätze)
zurück